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Die Kombination von religions-, kultur-, sozial- und naturwissenschaftlichen Ansätzen

Die Strukturwissenschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich sowohl auf physische, chemische und organische als auch auf psychische, kulturelle und gesellschaftliche Sachverhalte beziehen. Daher können mit ihnen Analogien zwischen materiellen, organischen, psychischen, kulturellen und gesellschaftlichen Prozessen gezogen werden. Insofern sich die Strukturwissenschaften an den Referenzmedien der Sprache und Schrift orientieren, tragen sie „in zunehmendem Maße zu einer ‚Entmaterialisierung‘ der Naturwissenschaften bei, wodurch wiederum enge Brückenschläge zu den Geisteswissenschaften möglich werden“ (Küppers 1996: 197). Umgekehrt kann die Information der Religionswissenschaft durch naturwissenschaftliche Ansätze jüngeren religionswissenschaftlichen Tendenzen gerecht werden, die einer materialistischen Wende folgen (Morgan 2010; Houtman/Meyer 2012) und Medien der Religion ins Zentrum der Forschung rücken (Hoover 2006), ohne die Sinnform Religion vollständig in Materialität und Medialität aufgehen zu lassen.
 

Literaturangaben:

  • Hoover, Stewart M. (2006): Religion in the Media Age (Religion, Media and Culture). London, New York: Routledge.
  • Houtman, Dick / Meyer, Birgit (Hrsg.) (2012): Things. Religion and the Question of Materiality (The Future of the Religious Past). New York: Fordham University Press.
  • Küppers, Bernd-Olaf (1996): „Der semantische Aspekt von Information und seine evolutionsbiologische Bedeutung“, in: Nova Acta Leopoldiana, NF 72, Nr. 294, 195–219.
  • Morgan, David (Hrsg.) (2010): Religion and Material Culture. The Matter of Belief. London, New York: Routledge.